Liebe Leserin, lieber Leser,

nachdem wir im Kirchenvorstand nun einige Jahre sehr intensiv überlegt und geplant haben, ist es bald soweit: unser Gemeindehaus am Kirchplatz soll nun grundlegend saniert werden. Im September 2017 soll es losgehen. Wir rechnen mit einer Bauzeit von einem guten Jahr. Unser Gemeindehaus wurde zuletzt in den 60er Jahren umgebaut und saniert. Seither ist ein halbes Jahrhundert vergangen. Viele Installationen sind „in die Jahre gekommen“ und müssen ausgetauscht werden. Des Weiteren sind neue Anforderungen dazugekommen. Ein Gemeindehaus muss heute ganz anderen Standards entsprechen. Es muss barrierefrei zu nutzen sein. Es hat auch den viel strengeren Auflagen des Brandschutzes zu genügen.

Wer von Ihnen ein Eigenheim oder andere Gebäude hat, der weiß, was es bedeutet, diese Dinge „in Schuss“ zu halten. Das ist mit viel Engagement, aber auch mit viel Geld verbunden. Schon im ganz privaten Bereich. Wir haben es hier nun mit keinem privaten Gebäude zu tun, sondern mit einem, das öffentlich genutzt wird. Eine Gemeinde von über 3000 Mitgliedern nutzt dieses Haus – seit Jahrzehnten – und für weitere Jahrzehnte. Und die Nutzung wurde in den letzten Jahren immer vielfältiger.

Das Gemeindehaus wird genutzt z.B. für folgende Gruppen und Veranstaltungen: Kirchenchor, Posaunenchor, Tafel, Tee together, Sprachkaffee, Konfirmanden, Jungbläserkurs, Tanzgruppe, Bibelwoche, Taufprojekt, Ferienspaßaktionen, Konfirmandenelternabende, Ökumen. Kinderbibeltag, Jungkonfirmandentage, Kirchenkaffee, Seniorenkreis, Gemeindefest, Kinderbibelwoche, Legobautage, Dekanatssynode, Osterfrühstück, Vorträge, Weltgebetstag, Mitarbeiteradvent, Krabbelgruppe, Kinderbetreuung, Kindergottesdiensthelferteam, Seniorenadvent, Flüchtlingshelferteam, Zeltlager- und Freizeitteam, Sitzungen Taufprojektteam, Kinderbibelwochenteam, Vorbereitung Juko-Tage, Jugendgruppe, zwei Jungschargruppen, Kindergottesdienst, Bibelstunde, Diakonievereinsvorstand, Kirchenvorstand.

Für diese vielfältige Nutzung sind wir sehr dankbar. Sie zeigt: unsere Gemeinde ist lebendig. Und unser Gemeindehaus ist ein wichtiger Treffpunkt für viele, viele Menschen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Und das soll nicht nur so bleiben, es sollen sich noch viel mehr Gemeindeglieder eingeladen fühlen, „ihr“ Gemeindehaus zu nutzen. Damit das für alle Generationen gut möglich ist, haben wir uns im Kirchenvorstand für eine Planungsvariante entschieden, bei der der große Saal in das Erdgeschoß verlegt wird.

So müssen gerade ältere Menschen nicht mehr über die Treppe ins Obergeschoß, und auch in einem eventuellen Brandfall oder bei anderen Gefahren sind die Rettungswege unvergleichlich günstiger. Auf den hier abgedruckten Plänen können Sie sehen, wie das sanierte Gemeindehaus konzipiert ist: der teilbare Saal und die Küche im über eine Rampe begehbaren Erdgeschoß und drei Gruppenräume im Obergeschoß. Hier ist auch das heute geforderte Behinderten-WC untergebracht, das über einen Plattformlift gut erreichbar ist.

Natürlich werden Sie nun fragen, was das alles kostet.

Dazu bedenken Sie bitte die Größe des Objekts, den grundlegenden Sanierungsbedarf und die notwendigen Veränderungen. Außerdem müssen Sie sich klarmachen, dass es sich um ein Gebäude handelt, das unter Denkmalschutz steht. Wir können als Kirchengemeinde auch nicht bauen wie ein Privatmann, sondern sind an die Regeln der öffentlichen Vergabe mit Einbezug der nötigen Fachingenieure gebunden. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass die vom Architekten genannte Summe ca. 1,3 Mill. Euro beträgt. Wir als Kirchenvorstand wissen, dass das sehr viel Geld ist. Und wir haben uns die Entscheidung für so ein Projekt auch wahrlich nicht leicht gemacht!

Aber uns ist auch bewusst: wenn wir diese Sache nicht jetzt angehen, dann wird sie uns in ein paar Jahren einholen und wir werden handeln müssen, wenn wir das Gemeindehaus dann nicht schließen wollen. Und ob wir dann noch ein Darlehen aufnehmen können zu den extrem günstigen Konditionen von heute, das ist die Frage. Zudem ist es auch höchst unwahrscheinlich, dass wir dann noch einen Zuschuss der Landeskirche in Höhe von 40% bekommen werden! Für uns spricht von daher alles dafür, dieses Sanierungsprojekt jetzt durchzuziehen.

Bitte machen Sie sich bei der Summe klar: Es ist ein Gemeindehaus für eine große Kirchengemeinde von gut 3000 Gemeindegliedern. Es ist eine Sanierung für diese und mindestens für die nächste Generation. Es ist eine Investition für unser Gemeindeleben, für Sie alle und für Ihre Kinder und Enkel. Von daher werben wir sehr um Ihre Unterstützung. Bitte tragen Sie diese Maßnahme mit: mit Ihrer konstruktiven Begleitung, mit Ihrer Fürbitte und auch mit Ihren Spenden.

Denn natürlich sieht unsere Finanzierung neben den angesparten Eigenmitteln und den Zuschüssen auch eine Darlehensaufnahme von ca. 250.000,- Euro vor. Dieses Darlehen müssen wir über Spenden refinanzieren.

Danke schon jetzt für alles Mittragen dieses wichtigen Vorhabens!
Mit herzlichen Grüßen, im Namen des Kirchenvorstands,

Klaus Schlicker, Dekan
Heimtraud Walz, Pfarrerin
Norbert Kleinöder, Vertrauensmann des Kirchenvorstands
Ingrid Sichart, Vertrauensfrau des Kirchenvorstands

Spendenkonten für das Gemeindehausprojekt:

Sparkasse
DE16 765 500 00 0 760 600 288

Raiffeisenbank
DE41 760 696 63 0 000 0107 58

Bitte als Verwendungszweck angeben:
Gemeindehaus

Vielen Dank!